Zum 100 Jahrigen Jubiläum des Bauhauses veranstaltete der Kulturanker vom 13 bis zum 15 September sein Kunstfest der Moderne in der Stadthalle Magdeburg. Dort zusehen war ein buntes Programm aus Musik, Kunst, Tanz, Theater und ganz viel Kultur.

Aber wie kam eigentlich die Idee dazu und wer oder was ist der Kulturanker eigentlich? Vera, die Kuratorin und Künstlerbetreuerin des Kunstfestes der Moderne und Robert aus dem PR-Team des Kulturankers sprachen darüber mit Jean im Kulturmagazin.

Sagt uns doch, wer ihr seid?

Wir sind Robert und Vera vom Kulturanker e.V. Wir waren im PR- und Orga-Team beim Kunstfest der Moderne.

Worum geht es beim Kulturanker e.V.?

Der Kulturanker e.V. ist ein Verein aus Magdeburg, der die Magdeburger Kulturlandschaft bereichern will und diese auch aus Magdeburg heraus tragen möchten. Wir wollen Kunst- und Kulturschaffenden die Möglichkeit und einen Ort bieten, um sich zu entfalten und daraus zusammen etwas Neues zu schaffen.

Habt ihr irgendwelche zeitnahen Ziele?

Wie alles andere auch geht der Kulturanker mit der Zeit und so kommen in der Zukunft auch sicherlich neue Projekte. Nach dem Kunstfest der Moderne gönnen wir uns aber auf unbestimmte Zeit eine Pause. Deswegen gilt: Ohren steif halten! Wer weiß, wann wieder eine Kooperation zustande kommt.

Im Bezug zur Kulturlandschaft Magdeburg, wo seht ihr da euren Beitrag?

Unser Ziel ist es, wie unser Name schon sagt, Kultur in Magdeburg zu verankern und in regelmäßigen Abständen neue Projekte zu erschaffen, die alle Zielgruppen abdecken und den Besuchern Spaß machen. 

Bleiben wir in Magdeburg. Wir wollen ja Kulturhauptstadt 2025 werden. Wo seht ihr Hindernisse/Brennpunkte?

Wir finden, dass kulturelle Bildung einen höheren Stellenwert haben müsste, auch wenn man sich den Lehrermangel anschaut und welche Auswirkungen er darauf hat. Es ist wichtig, die Zukunft solch kultureller Projekte, Vereine und Institutionen zu sichern, in dem man den jüngeren Generationen eine Bühne gibt, die es ihnen ermöglicht, eigene Ideen in die Tat umzusetzen und sich selbst zu finden. Wir sagen ja immer: Das wichtigste Kapital des Menschen ist das Einfühlungsvermögen. Und das wird durch Kunst und Kultur gestärkt.

Wie würdet ihr diese Probleme lösen, wenn euch die Mittel zur Verfügung ständen?

Da wir keine Politiker sind, ist es natürlich schwer, zu sagen, was man besser machen sollte, denn Ausbaumöglichkeiten gibt es ja immer. Aber utopisch gedacht würden wir allen Richtungen der Kunst ihren Freiraum geben, also immer wieder Projekte und Veranstaltungen auf die Beine stellen, um die kulturelle und künstlerische Vielfalt zu wahren und zu vermehren. Wie Oscar Wilde einst sagte: „Wer in schönen Dingen einen schönen Sinn entdeckt, hat Kultur. Für solche besteht noch Hoffnung.“ Kultur gibt den Menschen Hoffnung und diese gilt es zu bewahren. 

Zum Abschluss noch ein paar Worte an den Bürgermeister:

Schön wäre es, wenn man die bisherigen Strukturen weiter ausbauen würde, um Magdeburger Kulturschaffende international zu vernetzen und auch die Welt ein bisschen nach Magdeburg zu holen. 

Ausstrahlung

• Mo, 16.09.2019, 23.09.,- 14.00 Uhr

• Mi, 18.09.2019, 25.09.,- 14.00 Uhr